Giraffen

Gestern Abend hat uns die Bedienung angeboten noch sitzen zu bleiben. Wir sollten nur die Türe zuziehen und das Licht ausknipsen. Getränke können wir nehmen wie wir wollen und einfach aufschreiben. Sehr familiär und angenehm hier.

Trotz der Nähe zur N10 haben wir gut geschlafen. Auf der Terrasse der Lookout Lounge hört man die Laster ganz gut; im Zimmer dagegen nicht.

Es ist zwar bedeckt, aber nicht zu kalt, so dass wir auf der Terrasse frühstücken können. Abendessen gäbe es auch hier – wenn das Wetter mitspielen würde. Während des Frühstücks kommt eine Straußendame daher. Das ist wohl der Hausstrauß, denn er wird von der Köchin begrüßt und mit Maiskörnern gefüttert. Die zeigt uns wie man sich verhält um ihn anzufassen. Die Dame ist ganz schön staubig auf der Oberseite. Unter den Flügeln kann man die Haut des Oberschenkels sehen und sogar berühren. Interessante Erfahrung.

Wir haben für heute den „Giraffewalk“ gebucht. Gegen 10 steigen wir mit 7 Anderen in den Jeep. Wie werden ganz schön rumgeschauckelt in dem Gelände. Einer darf sogar vorne auf den „Ausguckstuhl.“ Zuerst sehen wir einige Impala; leider nicht sehr nah. Dann Nyalas – diese schon etwas näher.

Kurz drauf erscheinen die ersten 3 von 10 Giraffen. Eine davon ist erst einen Monat alt. Das ganze heißt ja Walk und deshalb steigen wir alle aus dem Jeep und bewegen uns auf die Tiere zu. Wahnsinn wie nah die uns heranlassen und sich sogar teilweise zu uns hin bewegen. So nahe waren wir noch nie an Giraffen dran – unter 3m. Während wir uns alles andere als ranpirschen erzählt uns Steve alles mögliche über die Tiere und wir stellen natürlich auch Fragen an ihn. Währenddessen lassen sich die 3 nicht weiter stören.

Wieder im Auto geht es auf sehr schlechten, ausgefahrenen Wegen weiter einen Hügel hinauf. Hier und da sind wieder Nyalas zu sehen. Plötzlich hält Steve an und bittet uns auszusteigen. Nur wenige Meter, für uns nicht vorher zu sehen, sind die anderen 7 Giraffen. Diese sind aber nicht ganz so „zugänglich“.

Dann darf ich auf den „Ausguck“. Das Geschockel muss man erlebt haben, das kann man schlecht beschreiben. Macht aber schon Spaß, außer daß an Fotografieren nicht zu denken ist.

An einem Gate muß ich wieder auf einen normalen Platz, weil es zu einer Herde 🐃 geht. Gegenüber auf einer Weide stehen Impalas, darunter ein Albino. Auf einer anderen Weide stehen Zebras und ein Esel.

Nach 2,5 Stunden ist die Safari leider vorbei und wir fahren zur Lodge zurück. Auf der Lookout Terrasse trinken wir Café und Tee und genießen die Sonne die ab und an ein Loch in der Wolkendecke findet. In der Ferne, leider nur mit Fernglas zu erkennen, sehen wir 7 Giraffen und direkt vor uns grast die Straußendame. Hunderte weiße, kleine Schmetterlinge flattern um uns herum. Einige große und kleine Vögel schweben oder flattern über oder um uns rum. Langeweile kommt so nicht auf. So lässt es sich aushalten.

Lookout Terrasse

Später am Nachmittag kommt wieder kälter Wind auf. Ohne Jacke lässt es sich selbst in der Sonne schlecht aushalten. Heute Abend gibt es Beef das sogar noch besser als das Lamm gestern sein. Und das war extrem gut! Es werden dann am Tisch drei deutsche, ein österreichisches und ein südafrikanisches Päarchen sein. Damit ist die Lodge voll ausgebucht.

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7 Replies to “Giraffen”

  1. Das ist ja mal krass , dieser Giraffen Walk , das die einen so nah an dich ran lassen! Ein bestimmt unbeschreibliches Erlebnis !

    • Hallo Daniela
      das ist unglaublich aufregend. Und heute kommt erst die Safarilodge mit Fahrten morgens und abends, 2 Tage lang. Löwen stehen natürlich noch auf der Wunschliste. Drück uns die Daumen!

  2. Schmunzel: ich musste beim ersten lesen von „Giraffenwalk“ an eure Wanderung mit Bilbo und Gandalf denken….und stellt euch dabei das lange Seil am Hals der Giraffe vor 😉

    • Hi Trudel
      😂Das hätte bestimmt lustig ausgesehen! Die Giraffen waren aber deutlich uneigenwilliger als die beiden Esel😁.
      LG an die Familie

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