Lost in HCMC

Wir versuchen heute nochmals den blauen Bus zu finden. Der würde in einem großen Bogen nach Westen und Chinatown fahren.

Zuerst besorgen wir auf der Book Street ein Souvenir und werden prompt wieder von Studenten angesprochen. Sie studieren Englisch und müssen scheinbar ihre sprachlichen Kenntnisse über Umfragen an Touristen erproben. Wir bekommen, diesmal vorab, 2 kleine Geschenke, die ich direkt an eine Schulklasse weiterreiche. Ein Mädchen filmt, eine 2. stellt die Fragen auf Vietnamesisch und die Dritte redet mit uns dann in Englisch. Wie heißen wir, wo kommen wir her, was mögen wir an der hiesigen Küche und welche Speise würden wir unseren Freunden empfehlen. Spaßig.

Diesmal sind in der Book Street Spielestände aufgebaut. Ich lasse mir ein Spiel erklären was wie eine Mischung aus Schach und Dame aussieht. Eine Verwandschaft zu Schach lässt sich nicht leugnen. Die Regeln sind ähnlich, nur gibt es weniger Figuren.

An der Oper schauen wir verschiedenen jungen Frauen zu, wie sie sich filmen lassen. Irgendwas scheint heute zu sein, denn man sieht das überall. Die Hintergründe scheinen unwichtig zu sein, denn es gäbe weiß Gott bessere Locations.

An der Oper ist aber auch eine MRT Station. Vielleicht fährt ja eine Bahn Richtung Westen. Die Station ist riesig und sehr modern. Wohin die Bahn geht muss man aber suchen. Auf einem nicht mehr ganz frischen Flyer hinter Glas kann man erkennen, dass diese Bahn nach Osten fährt. Es ist die einzige Linie die es gibt. Auf einer Anzeigetafel sind aber die kommenden schon Mal in grau zu erkennen.

Ein letztes Mal versuchen wir die Linie des Blauen Touristenbusses zu finden. Auf einer Karte erkennen wir eine Haltestelle und einen Straßennamen. Dahin machen wir uns auf. Auch auf dem Weg gibt es immer wieder etwas zu sehen. Offensichtlich ist es nicht erwünscht diesen Bus zu finden und wir geben es auf. Die können uns jetzt mal hinten rumheben.

Es macht zwar Spaß durch die Straßen zu laufen, aber der Krach und der Gestank der Abgase machen uns schon zu schaffen. In einem gekühlten Café überlegen wir uns wie wir uns Richtung Hotel bewegen wollen.

Auch hier gibt es immer wieder interessante Sträßchen und Geschäfte. Unheimlich viele Menschen arbeiten direkt an der vielbefahrenen Straße. Zigaretten, Essen, Trinken, Moped-Parkplatz-Wächter, Männer die Mopeds am Straßenrand reparieren und vieles mehr.

Um den Wiedervereinigungspalasts finden wir einen überdachten Platz mit kleinen Essensständen den wir noch nicht kennen. Wir erkunden das Angebot für heute Abend und gönnen uns einen frischen Orangen-Maracuja-Saft.

Abends laufen wir dann zu dieser Foodhall, die schon gut besucht ist. Man sitzt zwanglos ganz kommod an einer viel befahrenen Straße unter einem Blechdach. Es ist viel Jungvolk hier und es läuft laute Musik. Wir bestellen 4 verschiedene Dumplings:

  • vegetarisch
  • Lauch
  • Shrimps
  • Schweinefleisch

Dazu gibt es Saigon Beer. Mit einem 2.Bier besorgen wir uns noch gebratene Auberginen beim Inder. Alles sehr lecker. Allerdings wird die Musik immer lauter und wir müssen uns fast anschreien. Bevor eine Band ihre Instrumente auspackt flüchten wir.

Den ganzen Tag über hatten wir Krach und schlechte Luft um uns rum. Das nervt schon gewaltig. Das hatten wir uns soo nicht vorgestellt. Auf der Rooftop-Terrasse des Hotels gönnen wir uns einen luftigen und etwas ruhigeren Absacker

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