Auf nach Luang Prabang

Heute morgen esse ich mal die 2.Version der Suppe. Hmmm.

An der Rezeption fragen wir wo man Briefmarken kaufen könne. Das weiss der Mann aber nicht. Wer macht sowas schon noch außer so alten Ochsen wie uns?

OSM ist mal wieder hilfreich und führt uns zum Postamt. Dort kaufen wir Briefmarken für 2€ das Stück! Nicht schlecht! Die Dame behält die Postkarten gleich ein. Ob das gut geht?

Nach einer halben Stunde sind wir zurück und schon wäre eine Dusche fällig. Aber gleich geht’s weiter zum neuen Bahnhof der neuen Bahnstrecke nach Luang Prabang.

Der Bahnhof liegt etwa 30km außerhalb von Vientiane. Das zieht sich unendlich durch Regierungs- und Geschäftsgebäude und Werkstätten. Der Bahnhof ist von chinesischen Ausmaßen. So was können nur die und das muß man ihnen lassen.

Am Eingang werden wir kontrolliert ob wir überhaupt berechtigt sind einzutreten. Danach kommt die Sicherheitskontrolle wie man sie von jedem Flughafen kennt. Wir wussten und wissen, dass man keine Messer mitnehmen darf und doch passiert uns der Lapsus, dass wir ein faltbares Essbesteck dabei haben. Mit Messer natürlich. Es wird gefunden und einkassiert. Mist.

Wir besorgen uns einen Café bei Café Amazon und suchen uns einen Warteplatz. Man darf erst 20 Minuten vorher auf den Bahnsteig. Ganz interessant: die beiden Uhren in der Wartehalle zeigen Pekingzeit!

Der Zug wird aufgerufen und wir stellen uns brav in eine der Reihe, die schnell sehr lang werden. Eine Dame signalisiert dass sie vor mir durch will. Ich mache, freundlich wie ich bin, Platz und sie stellt sich nonchalante vor mich. So geht’s auch! Man muss nur frech genug sein. Andere Länder – andere Sitten.

Unser Waggon ist nur halb besetzt. Alle sitzen tatsächlich in EINER Hälfte. Die andere bleibt leer. Vielleicht ist das so damit alle in Fahrtrichtung fahren? Die Sitzreihen kann man, wie wir das in China erlebt haben, drehen. Als der Zug losfährt fahren wir allerdings rückwärts. Vielleicht ist das eine besondere Ehre rückwärts zu fahren? Wir erdreisten uns den Platz zu wechseln und sitzen nun beide an einem Fensterplatz.

An Personal scheint es nicht zu mangeln. Es gibt verschiedene Funktionen und dazu passende Uniformen. Eine Laufschrift informiert uns über Geschwindigkeit (160km/h) und Aussentemperatur (37°C).

Wir fahren durch Reisfelder und Aquakulturen. Jetzt wissen wir zumindest wo die Süßwasserfische herkommen. Es gibt Wasserbüffel, dünne Kühe und Gemüse- und Reisfelder.In Vang Vieng steigen einige aus. Genau diese Sitze werden mit Neueinsteigern besetzt. Wir verstehen es nicht. Leider ist es diesig so dass wir die Karstberge kaum erkennen können. Schade.

In Luang Prabang angekommen suchen wir uns ein Taxi oder ähnliches um in die 14km entfernte Stadt zu kommen. Es gibt Private- und Sammeltaxis. Wir nehmen für je 60000Kip (~3€) ein Sammeltaxi. Mit 9 Anderen fahren wir rund 100m weit. Dann muss ein Fahrkartenverkäufer den Kleinbus inspizieren, das Geld eintreiben und das Ticket ausstellen. Umständlicher geht’s nicht.

Nach etwa 45 Minuten sind wir am Maison Dalabua angekommen. 2020 hatten wir das schon Mal gebucht und bezahlt und dann kam Corona. Alles war mit einem Schlag futsch und wir konnten gerade noch den letzten Flieger raus erreichen.Das Hotel ist eine Oase der Ruhe und leicht dekadent! Nach den lauten und hektischen Städten sehr erholsam. Von unserem Zimmer schauen wir auf einen Lotusteich und einen tropischen Garten.

Langsam bekommen wir Hunger und laufen Richtung Nachtmarkt. Wir schauen uns das Angebot an und entscheiden uns für gegrilltes Hähnchen von einem Stand und frittiertes Gemüse von einem Anderen. Dazu gibt es 2 Beer Lao. Das ganze für weniger als 10€ und echt gut.

Danach schauen wir uns noch die Stände der Leute an die Handwerkskunst verkaufen. Es ist echt toll was hier verkauft wird. Vor allem die handbestickten Taschen, Untersetzer und vieles mehr ist klasse. Eine grosse handgestickte Decke mit einem „Stadtplan“ und vielen Menschen im Alltagsleben drauf hat uns gefallen. Kosten etwa 200€. Da steckt ne Menge Arbeit drin!

Zum Nachtisch gibt es einen Saft aus Mango und Melone.

2 Antworten auf „Auf nach Luang Prabang“

    • Hallo Daniela,
      Ostern gibt es hier so gar nicht. Ruhig ist es im Moment auch nicht weil die Grillen und Geckos dermaßen Krach machen-unglaublich, so kleine Viecher. Wir sitzen auf der Terrasse bei einem BeerLao und schwitzen🥴. Herrlich!
      Frohe Ostern nach Deutschland.

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