Nach einer ruhigen Nacht und einem brauchbaren Frühstück geht es wieder auf die Autobahn.
Es sind 17°, die Wolkendecke ist geschlossen, grau und auf der Frontscheibe sieht man ein paar Wassertropfen. Ausgerechnet heute wo wir durch die Berge fahren.



Gott sei Dank wird es schnell besser und wir genießen die für uns vollkommen ungewohnte Landschaft. Es gibt zwar mehrere Baustellen und fast durchgehend nur 2 Spuren, aber es läuft. Nach einer Baustelle beschleunige ich etwas zu früh vor dem Schild das die Geschwindigkeitsbegrenzung aufhebt. Doof, weil kurz vor diesem Schild ein Blitzer steht. Mal sehen ob ich da Post bekomme.

Nach Villach geht es rauf zum Wurzenpass auf 1071m. Unsere zornigen 85PS tun sich etwas schwer an den 18% Steigung. Oftmals ist nur der 2.Gang möglich. Das geht aber nicht nur uns so.
Gegen Mittag sind wir in Kranjska Gora. Alle Parkplätze sind beschrankt und kosten etwas. Also versuchen wir unser Glück am Hotel. Auch dort würde es was kosten, aber als Gast natürlich nicht. Es ist zwar etwas früh, aber unser Zimmer ist bezugsfertig. Perfekt.
Das Zimmer ist OK; nur das Fenster miniklein und es beginnt auf Kinnhöhe. (Habe ich da jemanden lachen hören?)
Wir schnappen uns die Kameras und ziehen los. Kranjska Gora hat je nach Quelle 2-3000 Einwohner und besteht fast ausschließlich aus Hotels, Appartments und Gastronomie. Jetzt im Sommer sind hauptsächlich Radfahrer da. Die Skilifte nehmen nun Räder statt Ski mit. Scheint aber zu gehen wie geschnitten Brot!
Wir laufen durchs ‚Städtchen‘ und schauen uns die Kirche der Jungfrau Mariä Himmelfahrt an. Schöne kleine barocke Kirche. Sonst gibt es leider nicht wirklich viel zu sehen hier.


Es ist so warm, dass wir uns ein Eis gönnen. Meine Karte behauptet, daß es nicht weit von hier einen Wasserfall gäbe. Der Weg führt uns über den hiesigen Golfplatz. Ein paar Spieler halten uns auf, weil sie Bälle quer über den Weg und Fluss schlagen müssen. Wie kann man einen Wanderweg nur so ungeschickt legen? Den Wasserfall gibt es nicht. Naja. Hauptsache etwas gelaufen.


Am frühen Abend bekommen wir Hunger und diskutieren die Möglichkeiten. Da das Wetter Spitze ist gehen wir zum Restaurant Kotnik mit der großen Aussenterrasse.
Elke nimmt heute mal ein Ćevapčići mit gegrilltem Gemüse und ich eine Forelle. Beides richtig lecker! Um die Wartezeit zu verkürzen ist das Tischset zum Ausmalen mit vielen Buntstiften parat. Super Idee!



Auf dem Rückweg, über noch unbekannte Sträßchen, haben wir einen tollen Blick auf die Berge im Sonnenlicht.

Das Essen auf dem Teller von Elke sieht genauso aus wie das, was wir gerade 2 Wochen lang genossen haben – mit Variationen. Forelle gab’s sogar auch mal. Wenn es Euch unterkommt: Probiert unbedingt einmal Kačamak, am besten wenn Ihr richtig (!!!!) hungrig seid. Hoffentlich sind Eure Wanderungen nicht ganz so abenteuerlich wie unsere. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß!
Das musste mal sein, aber das Angebot ist ziemlich vielfältig. Deswegen wird es vielleicht gar nicht so viele Wiederholungen geben. Außer bei der Forelle vielleicht 😋.
Komischerweise gibt es hier überall Octopus, gegrillt, fritiert etc.. Hätten wir hier gar nicht verortet.
Unsere heutige Wanderung hatte schon mal mit Deinen Abenteuerschilderungen nix zu tun. War aber sehr schön.
Ach ja, das klingt ein bisschen wie der russische Getreidebrei „Freundschaft“=Kascha, den Du da empfiehlst…. Wir sind IMMER richtig hungrig 😁.