Steil bergab

Der Himmel heute morgen ist strahlend blau. Das wird wieder ein heißer Tag. Wir werden um 8:45 abgeholt und zum Start der nächsten Wanderung auf 1300m gebracht. Die 3 Aussies sind auch wieder dabei. Unser Gepäck wird diesmal getrennt von uns nach Ribčev Laz befördert.

Wir starten an einem Trainingscamp für Biathleten und werden fast prompt von Athleten auf Rollenski überfahren. Dicht über uns ist ein Hubi der Material transportiert. Ganz schön was los hier!

Heute geht es fast ausschließlich bergab. Nach 3 km kommen wir an einem Berggasthof vorbei. Das Wetter ist gut, die Wanderung nicht so lang; da kann man sich schon Mal frühzeitig eine Cafépause gönnen.

Irgendwann biegen wir vom Schotterweg auf einen Waldweg ab. Der ist zwar sehr steil und schwierig zu laufen, aber es ist eine willkommene Abwechslung zu Schotter. Außerdem verläuft der Weg im Schatten und den sucht man heute regelrecht.

Nach etwa 4h in der Ebene angekommen heizt uns die Sonne ganz schön ein. Für mich ist das definitiv schon grenzwertig. Im Gasthof in Stara Fužina braucht es dann eine Erfrischung.

Im Flur des Gasthofs steht ein riesiges Möbel. Wow! Darin ist ein mechanisches Musikinstrumente aus dem 19.Jh. Der Wirt erzählt uns, daß es seit 1907 in dem Haus steht. Er will es wieder gangbar machen, das würde aber richtig Geld kosten. Da glaub‘ ich ihm aufs Wort.

Danach ist es nicht mehr weit bis Ribčev Laz ins Hotel Jezero. Die Landschaft und der See sind einfach toll. Das finden diverse andere Touristen natürlich auch und dementsprechend viel ist hier los. Aber es ist insgesamt weniger als in Bled.

Noch sind wir unschlüssig ob des Abendessens. Im Hotel gäbe es Forelle, aber die Location ist nicht so wirklich unseres. Gegenüber gäbe es Pizza und Bowls. Man säße da wenigstens kommod. 200m weiter wird ein weiteres Restaurant beworben. Und siehe da: bis auf die Musik, slowenischer Folkloresender, passt es.

Elke nimmt Spinatnudeln mit geräucherter Forelle und ich die Forelle Triester Art, die viel Knoblauch obendrauf hat. Saulecker beides.

Im Mercator haben wir uns eine Flasche Merlot für unter 7€ gekauft. Den kredenzen wir uns am Minigolfplatz in der Sonne auf den See schauend.

Die Sonne geht unter und erzeugt tolle Lichtspiele auf dem Wasser oder an den Bergen rundherum. So geht die Zeit rum!

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