Durch die Vintgarklamm nach Bled

Heute Morgen ist es im Speisesaal rappelvoll. Mehrere Reisebusse wollen gleichzeitig abgefertigt werden. Das ist wahrlich kein Spaß!

Der selbe Fahrer von gestern holt uns und das Gepäck ab, auch die drei Australierinnen sind wieder mit dabei. Das nächste Hotel liegt in Bled. Nach 40 Minuten, in denen wir uns prächtig über Wanderwege auf der ganzen Welt mit den Aussies unterhalten haben, setzt uns der Fahrer ein Stück von der Vintgarklamm entfernt ab.

Zuerst geht es durch mehrere kleine Weiler in denen tatsächlich auch noch Bauern zu wohnen scheinen. Rundherum schöne Felder die bewirtschaftet werden. Das ist echt schön.

Viel zu früh kommen wir an der Vintgarklamm an. Von Deutschland aus hatten wir uns den Timeslot um 11:40 gebucht. Ohne das kommt man nicht rein und wir konnten die Zeit nicht besser abschätzen. Wir müssen eine Stunde warten!

Also besorgen wir uns einen Café, 5 Postkarten nebst Briefmarken und schreiben. Die Postkarten geben wir im Shop ab, denn die nette Verkäuferin hat angeboten sie zur Post zu bringen. Wir hoffen das klappt.

Punkt 11:40 scannen wir unseren QR-Code, bekommen einen Helm und los geht’s. Der Weg durch die Klamm ist wirklich echt schmal und so macht die Limitierung Sinn. Es gibt ein paar richtig tolle Stellen und wir testen unsere neuen Kameras. Macht Spaß!

Nach etwa einer Stunde sind wir am Ende der knapp 2km langen Klamm angelangt und laufen Richtung Bled weiter. Anfangs noch durch Wald auf schönem Weg. An einer Einkehrmöglichkeit gibt es die berühmte Bleder Cremeschnitte.

Leider geht es danach nur noch auf Teerwegen oder sogar -straßen weiter. Bis nach Bled sind es noch 9 km!

In Bled geht es am See entlang zum Hotel. Bled ist der Touristenort in Slowenien und das merkt man. An der Uferpromenade brummt der Bär.

Unser Hotelzimmer hat diesmal sogar einen Balkon und man sieht ein kleines Stück des Sees.

Nach einer mehr als notwendigen Dusche, es war durchaus sehr warm heute, schreiben wir Blog und Tagebuch. Danach machen wir uns auf den Weg um ein schönes Restaurant zu finden.

Interessanterweise gibt es so gut wie keine Restaurants direkt am See. Vielleicht besser so. Wir entscheiden uns nach einigem hin und her für eine kleine Osteria. Die Speisekarte und die Terrasse sprechen uns an.

Wir nehmen beide Tintenfisch. Einmal frittiert und einmal gegrillt. Die haben uns schon öfters angelacht und wir haben uns gefragt wo die Vorliebe dafür herkommt. Slowenien hat gerade mal 48km Küste. Egal. Hauptsache sie schmecken – und das tun sie.

Danach flanieren wie noch ein wenig an der Uferpromenade entlang. Das macht man so um sich zu zeigen! Direkt am Ufer gibt es ein Restaurant und dort genießen wir auf der Terrasse die Aussicht, den See, die Leute, ein dunkles Laško Bier und einen Wein. Der Wein wird hier immer in 100ml Einheiten (in Meenz r Piffche) kredenzt. Oft für 2-3€. Hier am See direkt für 5,90€! Naja. Man gönnt sich ja sonst nix.