In der Nacht hat es ein Gewitter gegeben. Das hat anständig geblitzt, gedonnert und geregnet. Morgens ist davon außer ein paar Ästen und Blättern am Boden nichts mehr zu sehen.
Ich hatte die Befürchtung, daß das Frühstück rooftop-mäßig voll und laut werden würde. Aber schon im Aufzug stehen die Zeiten angeschlagen an denen es besonders voll würde. Das ist genau umgekehrt zu den bisherigen Hotels auf dem Land. Die Klientel ist hier aber auch eine ganz andere :-). Das Frühstück an sich ist etwas dürftiger als bisher, aber nicht schlecht.
Heute steht das volle Touristenprogramm an. Zuerst laufen wir zur Drachenbrücke die im Jugendstil 1901 erbaut wurde. Weiter geht es zum Marktplatz und der kleinen Halle.


Danach gönnen wir uns eine Fahrt mit dem Schrägaufzug zur Burg rauf. Die Burg selbst sieht etwas zu sehr renoviert aus, aber man hat einen schönen Blick auf die Stadt.


Wir laufen in die Stadt zurück und haben Lust auf einen Café. Davon gibt es unzählige in Ljubljana und es sind keine Cafés bekannter Ketten dabei. Das ist wirklich toll.

Frisch gestärkt und weniger verschwitzt, es ist wieder sehr sonnig und heiß, mäandern wir um die Touristenstrecken herum. Ab und zu kreuzen wir sie aber.






Überall gibt es schöne Jugendstil, Art Deco oder Bauhaus Gebäude. Da stehn wir ja irgendwie drauf.
In einem Reiseführer haben wir von einem besonderen Hochhaus gelesen. Es war mit über 70m 1930 das 9. Höchste Gebäude in Europa. Es heißt Nebotičnik und man kann auf die Dachterrasse im 12.Stock, etwas trinken oder wie wir, einfach mal runterschauen. Das Treppenhaus ist ebenfalls sehenswert.



Es ist jetzt drückend heiß und wir machen es wie in Asien dieses Jahr – Siesta!

Gegen Abend, es hat schon wieder gedonnert, aber es bleibt trocken, ziehen wir los. Während des mäanders haben wir ein kleines Restaurant abseits der Touristenströme gefunden. Da wollen wir hin. Unterwegs besuchen wir das eine oder andere Geschäft. Die Galerie ist ein altes Jugendstilgebäude und nun ein Modegeschäft. Leider ist davon im Inneren nur noch der Eingangsbereich ein wenig erhalten geblieben.




In dem abseits gelegenen Restaurant sitzen nur Einheimischen. Das ist schon Mal gut. Elke nimmt die Forelle mit Erbsenpüree und ich die handgedengelten Gnocchi mit Lammragout. Klasse!
Auf dem Nachhauseweg sehen wir eine Guggemusikband mit ‚Cheerleader‘. Sie ziehen durch die Stadt, wechseln an den Brücken die Seite, bleiben stehen und ziehen wieder ein Stück weiter. Man muss die Musik und Tanzeinlagen ja nicht mögen, aber witzig ist das schon. Wir erinnern uns beide an den Film Brassed Off – einer unserer Lieblingsfilme.
