Fahrradtour

Heute früh ess ich mal keine Suppe sondern Laab. Das sieht allerdings anders als erwartet aus. Auf Nachfrage erklärt mir die hübsche Laotin, dass es vegetarisches Laab sei. Kleingeschnippeltes Gemüse und Tofu. Ich steh ja nicht so auf Tofu, aber der im Laab ist echt gut.

Es wird heute wieder heiß und weil sich das auch nicht so schnell ändern wird machen wir eine Fahrradtour. Fahrräder gibt es für umme im Hotel. Es sind typische, asiatische Hollandräder – allerdings mit 5 Gängen.

Unser Plan sieht vor über die Brücke über den Nam Khan zu fahren und dann durch die Dörfer zu gondeln.

Die Brücke ist aus ziemlich rostig aussehenden Eisen und die ‚Fahrbahn‘ besteht aus Holzbohlen. Die passen nicht 100% zusammen und man muss höllisch aufpassen, daß man mit den Reifen nicht in eine größere Lücke kommt.

Nach der Brücke sieht man wo die Leute wohnen die in Luang Prabang arbeiten. Es ist fast dörflich hier. Auch die Geschäfte für den Bau- und Innenausbaubedarf findet man hier. Alles wird an der Straße ausgestellt. Vom Wasserrohr, -hahn, Leuchten, Betten und Schränke – einfach alles!

Im Hotel hat man uns schon gesagt, dass wir zwar einen Roller mieten könnten, aber es Probleme mit Sprit gäbe. An einer Tankstelle sehen wir eine Traube von Mopeds die tanken wollen. Der Spritpreis ist mit über 41000 Kip (etwa 2 €) Recht happig. Dafür kann man hier auch essen gehen.

Wir biegen von der großen Straße ab und fahren parallel zum Mekong zurück. Auch hier gibt es natürlich Klöster. Die Laoten bauen einen Besuch immer in ihr tägliches Leben ein. Man merkt deutlich, dass Religion und Spiritualität hier einen ganz anderen Stellenwert haben als bei uns.

In den Häusern entlang der Straße sind unzählige Werkstätten mit Webstühlen, Holzschnitzern und Papierschöpfern. Überall kann man zusehen. Fotografieren geht leider nicht immer. Aus Respekt lassen wir das dann auch.

Im The Tea House wird es Zeit für einen Café. Hier gibt es so gut wie keine Touristen, es ist herrlich ruhig und unaufgeregt. Kinder kommen, scheinbar in ihrer Mittagspause, oder ist schon Schulschluss?, auf dem Moped an uns vorbei. Einige sind jünger als 10 und beherrschen ihr Fahrzeug souverän!

Am frühen Nachmittag sind wir vollkommen durchgeschwitzt zurück. Es hat Spaß gemacht und uns ein wenig die Welt außerhalb der Stadt gezeigt.

Nach einer mehr als nötigen Dusche nutzen wir mal den Pool. Schwimmen ist da nicht direkt drin, aber man kann sich herrlich runterkühlen. Durch einen Gutschein kommen wir auch in den Genuss zweier Cocktails. Den Vodka darin lassen wir aber weg.

Die Temperatur lässt nach, es sind nur noch 36°C, und wir laufen los um uns was zum Abendessen zu suchen. Zuerst versuchen wir allerdings zu klären warum wir noch keinen QR-Code von Laos-China-Railways per Mail bekommen haben. Unweit des Hotels ist ein Büro davon. Die junge Dame hinterm Tresen ist leider nicht sonderlich kooperativ. Unverrichteter Dinge ziehen wir ab. Es ist noch ein wenig Zeit. 3-4 Tage vor der Zugfahrt soll die Mail spätestens kommen.

Danny und Andreas waren seinerzeit im Yuni Yupoun, was soviel wie Hier und Da heißt. Die Speisekarte gefällt uns und wir gehen rein. Elke nimmt die Mezze und ich den geschmorten Büffel mit Zwiebeln und Ingwer. Sehr lecker

2 Antworten auf „Fahrradtour“

  1. Die gleiche Fahrradtour haben wir im Dez.2023 auch gemacht 😀 Wir waren genauso begeistert von dieser Seite des Mekong wie ihr !
    Im The Tea House werde ich nie den besten Avocado Salat vergessen den ich je gegessen habe 🤤
    Ja und im Yuni Yupoun war bei mir auch das Mezze auf dem Teller 😬
    Über diese Brücke mussten wir jeden Tag rüber radeln in die Stadt . Ich war jedesmal froh wenn ich drüben war ohne mit dem Rad neben der Holzbohle im Graben hängen zu bleiben!
    Im Dezember waren die Temperaturen wohl angenehmer bei maximal 30° um die Mittagszeit! Morgens beim Frühstücken auch mal nur 8° 🙄
    Liebe Grüße

    • Wir scheinen doch einen ähnlichen Geschmack zu haben… 😜.
      Freunde von uns waren gerade in Saigon eine Woche nach uns und posten ein Bild von einer Kneipe in der wir auch waren.Saigon ist ja so klein (7Mill.Einwohner), da passiert sowas schon mal!!
      An der Brücke standen wir schon 2012 und haben bewundert wie locker die Laoten da drüber fahren. Ich war auch froh es ohne Sturz geschafft zu haben. Wir fragen uns auch wie das hier mit einem irgendwie gearteten „Führerschein“ aussieht. Nachdem gerade mal 10 Jährige fahren als hätten sie das als Baby schon gelernt. Ähnlich den mongolischen Kindern mit dem Reiten.
      30° wären ein Traum – aber wir sind ja selbst schuld, bzw. die Urlaubsplanung.

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