Kochkurs mit Linda

Heute müssen wir schon wieder ‚früh‘ aufstehen, denn heute ist unser Kochkurs. Das Frühstück fällt etwas kleiner aus; wir wissen ja nicht wie viel es zu essen geben wird.

Um 9 sind wir wie verabredet beim Bamboo Tree Restaurant am Nam Khan. Lit empfängt uns, händigt uns ein kleines Büchlein aus und bittet uns 4 Gerichte auszusuchen. Wir entscheiden uns für:

  • Aw Lam (Luang Prabang Beef Stew)
  • Lap Kai (Spicy Chicken Salad)
  • Pa Pad King (Ginger Fish)
  • Nueng Soub Phak (Steamed Mixed Vegetables Salad)
    Lit meint dazu, dass es typisch laotische Gerichte sein. Wir sind nur zu zweit, also ein Privatkurs sozusagen. Ein Fahrer bringt uns im Tuktuk zu einem großen Markt den wir noch nicht kennen, weil er doch ein ganzes Stück außerhalb liegt.

Lit führt uns durch den Phosy Markt und erklärt uns die Gemüsesorten, Gewürze, Fleisch und Fisch sowie den Unterschied zwischen Klebreis und Dampfreis. Es ist unglaublich was es hier an essbaren Pflanzen gibt. An einem Stand gibt es noch lebende Käfer. Lit kauft sich eine Tüte voll mit gekochten Käfern. Meine Neugier ist dann doch so groß daß ich probieren muß. Nach dem Ersten weiß ich nicht so recht mit was ich es vergleichen kann und probiere noch einen. Ich kann es nicht beschreiben, aber es schmeckt gut! Hier könnten wir noch länger bleiben, aber eigentlich wollen wir ja die Gerichte zubereiten.

Deswegen geht es noch ein Stück weiter raus aus der Stadt auf ein Farmgelände mit einem tollen Haus drauf. Linda, die Restaurantbesitzerin und Köchin, baut hier ihr Gemüse selbst an. Sie kommt etwas später, da sie 1,5 Stunden an der Tankstelle stand. Der Irankrieg verknappt den Sprit nicht nur sondern macht ihn hier echt teuer. Er ist etwa so teuer wie in Deutschland. Leider sind viele auf ihr Fahrzeug angewiesen.

In der offenen Küche unter der Terrasse sind alle Zutaten schon bereit. Das haben 2 Frauen wohl schon per Telefon mitgeteilt bekommen.

Und dann geht’s los. Alles Grünzeug wird gezupft oder geschnippelt. Lit hat uns auf dem Markt ja schon alles gezeigt, aber Linda geht da sehr schnell durch. Etwas zu schnell für uns. Dann geht es an den Gasherd zur Zubereitung. Der Klebreis muss 4-6 Stunden zuvor eingeweicht sein und wird dann nochmals 40 Minuten gedämpft. Recht aufwändige Prozedur! Linda leitet uns an und wir sind am rühren und machen. Wenn alles vorbereitet ist und man weiß wie es geht, geht alles ziemlich schnell.

Ruckzuck ist alles fertig und wir können zum Essen auf die Terrasse. 4 Gerichte ist definitiv zu viel und wir schaffen das unmöglich alles. Uns schmeckt besonders das Lap und der Fisch, aber der Salat und das Stew sind auch sehr lecker. Linda bringt uns persönlich zum Hotel zurück, nachdem sie uns ein perfekt aufgemachts Zertifikat ausgehändigt hat. Ein gelungener kulinarischer Ausflug!

Danach ist uns nach einem Café und deswegen gehen wir ins nächstgelegene JOMA. Viel mehr machen wir heute nicht mehr 😁.

Nach 2 Stunden Pause gehen wir natürlich doch noch ne Runde um den Block. Zuerst nochmal in das Kloster in unserer Straße, weil da Elke noch nicht war. Dann weiter Richtung dem Supermarkt von gestern an vielen kleinen Geschäften vorbei. Im Supermarkt kaufen wir laotischen Kaffee zum Mitnehmen und Reispuder den wir heute beim Lap verwendet haben und unabdingbar ist.

Am Nachtmarkt holt sich Elke ein paar ‚Pofferties‘ aus Kokosmilch. Sie hat Lust auf was Süßes. Sonst gibt es heute nix mehr zu essen- nur noch BeerLao😵‍💫.

6 Antworten auf „Kochkurs mit Linda“

  1. Liebe Elke, lieber Thomas,
    täglich verfolgen wir euren Blog. Schön, dass es mit dem Kochkurs doch noch geklappt hat. Über das Zertifikat konnte ich heute früh herzlich schmunzeln. Trotz ein oder anderem Hindernis beneide ich euch für all die unvergesslichen Momente. Bei der Kulinarik bin ich mir nicht ganz sicher ;o). Die Fahrradtour fand ich ne super Idee, die hätte ich auch gerne gemacht und drücke die Daumen, dass sich das Problem mit dem QR-Code zeitnah löst. Passt gut auf euch auf.
    Liebe Grüße Conny

    • Hallo Conny,
      sitzen gerade am Mekong, wo wir auch wieder mit dem Fahrrad hin sind, bei Ockpoptok (ein Projekt mit Werkstätten für laotisches Kunsthandwerk, vorrangig Weberinnen). Die Idylle pur. Und es gibt einen schönen Platz hier: “ My Office for the day“. Kannst Du vielleicht bei Georg mal für mich vorsprechen?
      Glaub mir: bei der Hitze und DEN Fahrrädern willst Du hier keine Tour nachen 🥵. Die 10km haben uns total geschafft.
      Grüße nach Mainz

  2. Hallo an den Mekong, es ist nach wie vor spannend mit euch zu reisen und wenn es auch nur von zu hause bequem vom Sessel ist.
    Meine Hochachtung zum Probieren der Käfer, da ist „Mann“ doch unterdessen abgehärtet.
    Gestern kam eure Karte aus Saigon, 30.3. abgestempelt und 8.4. bei uns im Briefkasten, geht doch.
    Herzlichen Dank dafür und liebe Grüsse Jutta und Dieter

    • Wow, das war ja wirklich sehr schnell!
      Tja, die Märkte hier sind schon ein bisschen „Hardcore“. Heute Morgen wurde gerade zusammen mit Fleischstücken auch das Blut in Plastikwasserflaschen angeliefert. Von den Büffeln liegen die Ohren nebst einem Teil des Kopfes auf der „Theke“.
      Mir war da nicht danach Käfer zu probieren 😖. Aber ein paar getrocknete Snacks habe ich probiert, die waren lecker.
      Lieben Gruß zurück
      Elke

      • Cool: das war ja mal en exquisiter Kochkurs incl. Diplom!
        👍
        Heute kam eure Karte aus Saigon ucv an: tll, vielen Dank! Das ging mit 1 Woche schneller als mit manch innereuropäischer Post🤭

        • Hi Trudel
          Das wundert uns auch, dass die Post soo schnell war. Kochrezepte können wir gerne mal zusammen ausprobieren. Schmeckt dir bestimmt genauso wie uns.
          Gruß nach Trassem 👋👋

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